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Radeln und Helfen

eggs unimedia unterstützt die Aktion „Radeln und Helfen“

Aktuell wollen uns einige Experten und Dienstleister in Blogs, auf Konferenzen aber auch in namenhaften Fachzeitschriften erklären, welche Erwartungen die Generation Z oder kurz die Gen Z an die Arbeitswelt hat und was Arbeitgeber unbedingt machen müssen, um für Bewerberinnen und Bewerber dieser Generation attraktiv zu sein. Laut ihnen gibt es so gravierende Unterschiede zu den Vorgängergenerationen, dass tiefgreifende Änderungen im Unternehmen vorgenommen werden müssen. Wie dies in der Realität aussehen soll, da ja auch die Generations X und Y und vielleicht noch einige Babyboomer im Unternehmen arbeiten und Spaß haben wollen, wird jedoch meist nicht beschrieben. Aber wie stellen wir uns also bei eggs auf die neuen Anforderungen der Gen Z ein?

 

Ich kann schon jetzt so viel verraten, dass das eigentlich nicht so kompliziert ist. Denn für eggs war es schon immer Teil der Philosophie, auf unterschiedliche Charaktere einzugehen. Ich will das beispielhaft anhand des Artikels "Die überraschenden Erwartungen der Generation Z" erläutern. Dieser ist im Blog der Management Circle AG, einem führenden Anbieter beruflicher Weiterbildung, erschienen. Christoph Erle listet dort die drei zentralen Erwartungen der jungen Generation auf: Work-Life-Separation, Veränderte Kommunikation und Zusammenarbeit und eigenständiges Arbeiten ohne Führungsverantwortung.

 

Die Generations X, Y und Z

Die Soziologie unterteilt Gruppen von Personen, die gemeinsam ein bestimmtes längerfristig prägendes Ereignis erlebt haben in sogenannte Kohorten. Wird die Einteilung in Kohorten aufgrund des Geburtsjahres vorgenommen wird auch von Generationen gesprochen. Da die prägenden Ereignisse global jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfanden, gibt es z.B. auch immer Verschiebungen zwischen USA und Deutschland. Hurrelmann und Albrecht definieren für Deutschland unter anderem folgende Generationen [1]:

 

  • Baby-Boomers 1955 bis 1970
  • Generation X 1970 bis1985
  • Generation Y 1985 bis 2000
  • Generation Z 2000 bis 2015

 

Work-Life-Separation

 

Die vorgetragenen Forderungen der Generation Z, strikte Trennung von Arbeits- und Privatleben, Beginn der Freizeit um 17 Uhr und keine Arbeit am Wochenende, werden in dem Beitrag damit begründet, dass die junge Generation dem Arbeitgeber keine unbezahlten Arbeitsstunden schenken will.

Die Ablehnung von unbezahlter Mehrarbeit überrascht mich bei keiner Generation, obwohl dies bei vielen Unternehmen leider immer noch der Normalfall ist[2]. Bei eggs dagegen buchen schon immer alle Kolleginnen und Kollegen, egal wann, ihre Arbeitszeiten online und geleistete Mehrarbeit wird überwacht und durch Freizeit abgegolten.

Die Erwartung „Keine Arbeit nach 17:00 Uhr und am Wochenende" kann man in meinen Augen nicht verallgemeinern. Kolleginnen und Kollegen, egal aus welcher Generation, beginnen bei eggs aus verschiedensten Gründen früher oder später. Dies kann z.B. aufgrund des Berufsverkehrs, aus privaten Gründen oder auch nur aufgrund der persönlichen Vorlieben erfolgen. Bei eggs gibt es daher volle Flexibilität, jeder kann selbst bestimmen, wie sie ihre oder er seine wöchentliche Arbeitszeit verteilen will, solange dies mit dem Projektteam (z.B. Daily Scrum) und den gesetzlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist. Bearbeitung von E-Mails am Wochenende oder im Urlaub wurde bei eggs sowieso noch nie erwartet.


Digitalen Medien verändern Kommunikation und Zusammenarbeit

 

Die nächste Forderung im Blog Beitrag, dass die Generation Z veränderte Kommunikation und Zusammenarbeit fordert, liegt in den Augen des Autors darin, dass sie sich von Kindesbeinen an in einer digitalen Welt bewegten und WhatsApp, Instagram, Snapchat und Facebook ihre ständigen Begleiter sind.

Auch hier sehe ich keine disruptive Veränderung. Bei eggs nutzen wir Newsgroups und Foren schon seit über 20 Jahren. Später kamen natürlich verschiedene Chat-Programme, Wikis, Ticketsysteme und Collaboration Tools hinzu und diese wurden auch wieder von besseren und leistungsfähigeren Tools abgelöst. Bei eggs sehen wir es eher so, dass wir das am besten geeignete Werkzeug für eine Aufgabe auswählen, und wenn es ein besseres gibt, dann gibt es eben ein neues.

 

Die Generation Z will eigenständig arbeiten aber keine Führungsverantwortung

 

Die dritte und letzte überraschende Erwartung ist laut Erle, dass die Generation Z eigenständig arbeiten, aber keine Führungsverantwortung übernehmen will. Eigenverantwortung und Selbstständigkeit sind schon immer Werte der eggs. Wir sind der tiefsten Überzeugung, dass IT Projekte nur auf Basis von Vertrauen anstelle von Command and Control funktionieren. Daher setzen wir sehr stark auf Delegation. Themen werden mit allen Entscheidungskompetenzen vollständig abgegeben. Es wird dabei nur das gewünschte Ergebnis aber nicht der Weg vorgegeben. Ich bin überzeugt, dass alle Kolleginnen und Kollegen dabei das bestmögliche erreichen wollen, und sich der Verantwortung gegenüber dem Projekt und dem Kunden bewusst sind. Natürlich wissen wir auch, dass Menschen Fehler machen, daher stellen wir die gewünschte Qualität durch bewährte Entwicklungsprozesse sicher.

Dass es Kolleginnen und Kollegen gibt, die keine Führungsverantwortung übernehmen wollen, ist auch kein reines Phänomen der Generation Z. Wir haben genügend erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die „einfach nur entwickeln“ wollen. Wenn dies gewünscht ist, bieten wir eine entsprechende Expertenlaufbahn an.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich bei der Generation Z evtl. verschiedene Erwartungen häufen, aber eine tiefgreifende Veränderung ist bei eggs sicher nicht notwendig. Schon immer arbeiten wir mit verschiedensten Charakteren zusammen. Wir schätzen diese Diversität und bieten allen die Möglichkeit sich einzubringen und sich weiterzuentwickeln. So verbessern wir kontinuierlich die Prozesse bei eggs und bleiben unserer Philosophie dabei stets treu.

 

[1] Hurrelmann, Klaus; Albrecht, Erik (2014): Die heimlichen Revolutionäre. Weinheim: Beltz

[2] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/002/1900289.pdf